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17.06.2010 12:42 Pressemeldung

Menschen in Deutschland für Reformen und Schuldenabbau

Umfrage der Wirtschaftsjunioren: Note 3,8 für Bundesregierung


Berlin, 17. Juni 2010. Das Vertrauen in die Wirtschaft hat sich erholt, das in die Politik geht weiter den Bach herunter – so lassen sich die Ergebnisse der diesjährigen Bevölkerungsbefragung der Wirtschaftsjunioren, Deutschlands größtem Verband junger Unternehmer und Führungskräfte, zusammenfassen. „Mit der Note 3,8 ist die Bundesregierung kurz vorm Sitzenbleiben und wird schlechter bewertet als die Große Koalition während ihrer gesamten Amtszeit“, kommentiert Dr. Eva Fischer, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren, die Ergebnisse der Umfrage.

Danach glauben 48 Prozent der Menschen wieder an einen wirtschaftlichen Aufschwung, 20 Prozent an eine Verbesserung der eigenen finanziellen Situation. 82 Prozent der Menschen halten ihren Arbeitsplatz für sicher. Auch die Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, wächst wieder. „Damit kann die Bundesregierung nicht vom sonstigen Optimismus in Deutschland profitieren“, erläutert Fischer. „Offensichtlich ist den Menschen der Reformstau in Deutschland sehr bewusst. Sie sind genervt, dass wir auf der Stelle treten, anstatt die drängenden Probleme anzugehen.“ Laut der Umfrage wollen nur 18 Prozent das aktuelle Modell der Krankenkasse erhalten, nur 9 Prozent halten die Rente für sicher, 59 Prozent halten den Abbau der Staatsschulden für wichtiger als Steuersenkungen, die Ausbildungsreife von Schülern wird mit der Note 3,7 abgestraft. „Die Menschen in Deutschland machen klare Ansagen, was sie von der Bundesregierung erwarten“, bekräftigt Fischer. „Jetzt ist Handeln angesagt.“

Die Bevölkerungsbefragung der Wirtschaftsjunioren ist eine der größten Straßenbefragungen der Bundesrepublik. Jedes Jahr werden rund 10.000 Menschen befragt. Die vollständigen Ergebnisse gibt es unter:

www.wjd.de/bevoelkerungsfragung.wjd

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).


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